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Uhrmann fliegt vorn mit

Hilde gewinnt Qualifikation in Bischofshofen

  • Von Thomas Bachmann und Marco Mader, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

Der Überraschungszweite Michael Uhrmann hat in der Qualifikation zum Dreikönigsspringen Hoffnungen auf ein deutsches Happy End bei der 59. Vierschanzentournee geweckt. Während der nahezu sichere neue Tournee-König Thomas Morgenstern pausierte, musste sich Uhrmann in Bischofshofen nur dem Norweger Tom Hilde geschlagen geben.

»Wir haben ein paar Punkte geändert, jetzt beginnt sich alles auszuzahlen. Ziel ist, das Ergebnis im Wettkampf zu wiederholen«, sagte Uhrmann, der es im ersten Durchgang mit Titelverteidiger Andreas Kofler zu tun bekommt. Mit 139,5 Metern landete der 32-Jährige den weitesten Satz des Tages. Hilde sprang einen Meter kürzer, erhielt aber mehr Bonuspunkte.

Auch die sechs anderen DSV-Springer qualifizierten sich für das Tournee-Finale. Pascal Bodmer als Fünfter und Kollege Severin Freund als Achter flogen vor 5000 Fans ebenfalls unter die besten Zehn. Diese verpassten Michael Neumayer, Martin Schmitt, Richard Freitag und Stephan Hocke zwar klar, das Ticket für den Weltcup lösten sie jedoch locker.

Tournee-Spitzenreiter Morgenstern, der in der Gesamtwertung 27,3 Punkte oder umgerechnet über 15 Meter vor dem Schweizer Simon Ammann liegt, ließ die Qualifikation aus. Im ersten Durchgang kommt es nun zum direkten Duell mit Ammann. »Das hatte ich so eigentlich nicht geplant. Aber das Duell gibt es ohnehin«, sagte ein leicht überraschter Ammann. Morgenstern verfolgte den Sprung seines Konkurrenten aus sicherer Entfernung und dachte schon mal an seinen großen Tag: »Ich werde jede Sekunde genießen, die Zeit vergeht mir viel zu schnell.«

Bundestrainer Werner Schuster genoss angesichts des Ergebnisses bereits die Qualifikation in vollen Zügen. »Vier von sieben haben einen tollen Sprung gezeigt, die anderen sind locker qualifiziert. Das macht Mut und zeigt, dass wir unseren Weg weiter gehen sollten«, sagte der Österreicher.

Nicht ganz so glücklich war Martin Schmitt. Als 30. war der 32-Jährige der schlechteste Deutsche. »Das Aus von Innsbruck hatte ich noch im Hinterkopf. Ich habe die Leichtigkeit dadurch ein wenig verloren«, sagte Schmitt. Beim Bergisel-Springen war er nach einer völlig verpatzten Qualifikation nur Zuschauer gewesen. Favorit Thomas Morgenstern wählte die Zuschauerrolle in Bischofshofen derweil freiwillig. »Ich bin ein bisschen verschnupft, da reichen die beiden Trainingssprünge«, sagte der 24-Jährige, der im Training mit 141,5 Metern die Bestweite gesprungen war. Gewinnt Morgenstern heute in Bischofshofen (Springen 16 Uhr) die Tournee, wäre er nach Wolfgang Loitzl und Titelverteidiger Andreas Kofler der dritte Österreicher in Folge, dem dieses Kunststück gelingt.

Qualifikation in Bischofshofen: 1. Hilde (Norwegen) 145,4 Pkt., 2. Uhrmann (Rastbüchl) 143,9, 3. Ammann (Schweiz) 142,7, 4. Koch (Österreich) 138,4, 5. Bodmer (Meßstetten) 136,7, 6. Malysz (Polen) 135,8, 7. Fettner (Österreich) 135,6, 8. Freund (Rastbüchl) 133,2, ... 13. Neumayer (Berchtesgaden) 125,7, 22. Hocke (Schmiedefeld) 117,9, 23. Freitag (Aue) 117,7, 30. Schmitt (Furtwangen) 113,7.

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