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Bei Kopten fällt Weihnachtsessen aus

Gemeinde begeht Feierlichkeiten im Gedenken an Opfer des Anschlags in Ägypten

  • Von Jutta Schütz, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Priester Gerges El Moharaky wird zum Weihnachtsfest der koptischen Christen in Berlin unter dem weißen Festgewand aus feiner Seide die dickere Alltagskutte tragen. »Sonst fange ich beim Gottesdienst noch zu zittern an«, sagt der 51-Jährige in der eiskalten Glaubenskirche im Stadtteil Lichtenberg. Der aus Ägypten stammende Mönch ringt nach dem Anschlag auf Glaubensbrüder in seiner Heimat, bei dem mehr als 20 Menschen starben, um Fassung.

Weihnachten, das die Kopten traditionell am Abend des 6. Januar begehen, wird für die 100 Familien der Berliner Gemeinde in diesem Jahr anders sein. »Der Gottesdienst wird auf drei Stunden verkürzt, danach gehen wir nach Hause. Das gemeinsame Essen fällt aus«, sagt Vorstandsmitglied Ramses Ibrahim. »Wir haben keine Angst vor einem Anschlag – aber wir können doch nach der Ermordung unserer Brüder und Schwestern in Alexandria nicht noch feiern.« Einen Trauergottesdienst soll es am Sonntag geben.

Sonst...


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