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Zornesfrüchte

Steinbeck am Berliner Gorki-Theater

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Aufbruch ins Ungewisse ist immer noch besser als jene Gewissheit, wie sie die Wüste verbreitet. Sandstürme in Oklahoma lassen von fruchtbaren Gegenden träumen – Kalifornien heißt das gelobte Land. Während es in Oklahoma nichts mehr zu tun gibt, wartet in Kalifornien die Arbeit auf den Obstplantagen. Wen wundert es, dass auch die Familie Joad dem Ruf in Gelobte Land, wo man von seiner eigenen Hände Arbeit leben kann folgt.

John Steinbeck hat mit seinem 1939 erschienenen Roman »Früchte des Zorns« die Zeit der großen Depression beschrieben. Erst kollabiert die Börse, dann der Mensch. Aber ist das denn Schicksal? Nein, das Prinzip zieht sich durch: Nach der Krise ist vor der Krise. Ein Prinzip, von Menschen gemacht für Menschen, denen es genau diese Wahrheit zu verschleiern gilt. Denn nur, wer glaubt, auch einmal zu den Glücklichen zu gehören, lässt sich so behandeln wie jene modernen Arbeitssklaven, die noch froh sein können, we...


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