»Es kommt auf das Know-how an«

Dennis Grabowski über Strafverfolgung im Internet

Dennis Grabowski ist Vorsitzender des Vereins naiin (no abuse in internet). Naiin hat sich auf die Bekämpfung von Internet-Kriminalität spezialisiert, mit Schwerpunkt Kinderpornografie. Der Verein arbeitet mit Internetdienste-Anbietern und Strafverfolgungsbehörden zusammen.

ND: Das Bundeskriminalamt (BKA) klagt seit Monaten, ohne Vorratsdatenspeicherung könne Kriminalität, insbesondere im Internet, nicht mehr verfolgt werden. Was sind Ihre Erfahrungen?
Grabowski: Das BKA erweckt den Eindruck, als könnte es keine Internet-Straftaten mehr aufklären. So ist es natürlich nicht. Wir arbeiten seit zehn Jahren in diesem Bereich und konnten keine relevanten Unterschiede feststellen, ob mit oder ohne Speicherung aller Verbindungsdaten. Die Aufklärungsquote der deutschen Behörden bei Straftaten im Internet betrug 2007, also vor der Einführung der Vorratsdatenspeicherung, 82,9 Prozent und nach Einführung 75,7 Prozent im Jahr 2009. Sie ist also sogar gesunken. Ähnliche Erfahrungen machen wir auch in anderen Ländern. Auch hier entscheidet nicht die Vorratsdatenspeicherung, sondern vielmehr die personelle Ausstattung und das technische Know-how der Behörden über Erfolg oder Misserfolg.

Dennoch warnen Sicherheitsbehörde...


Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: