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Schmetterlingskiez zieht Familien an

Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd vor dem Abschluss / Neue Schule bis 2014 geplant

Das Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd steht vor seiner Fertigstellung. Die Übergabe der Apfelwicklerstraße im Schmetterlingskiez markiert den Abschluss eines großen Bau- und Entwicklungsvorhabens, für das der Berliner Senat im Dezember 1993 den Startschuss gegeben hatte.

Auf einer Fläche von insgesamt 142 Hektar links und rechts der Köpenicker Straße und des U-Bahn-Hofes Elsterwerdaer Platz entstand in den vergangenen 16 Jahren ein neues eigenständiges Siedlungs- und Wohngebiet. Bei seiner Erschließung hatten Archäologen sensationelle Funde aus der mehrtausendjährigen Geschichte des Gebietes gemacht.

Der Entwicklungsträger NCC, eine deutsche Tochtergesellschaft des international tätigen schwedischen Konzerns gleichen Namens, der auch die Apfelwicklerstraße gebaut hatte, ist noch auf einem Teilstück tätig, wo einige Doppel- und Reihenhäuser entstehen, die auch schon zum großen Teil verkauft sind. Insgesamt wurden in dem neuen Kiez südlich der Bundesstraße B 1/B 5 über 1300 Einzel- und Mehrfamilienhäuser errichtet.

Die vergleichsweise günstigen Preise haben vor allem viele junge Familien mit Kindern angezogen. Dank des Schmetterlingsviertels gehört heute der Marzahn-Hellersdorfer Ortsteil Biesdorf-Süd zu den wenigen Gebieten im Stadtbezirk mit einer deutlich ansteigenden Bevölkerungskurve, freut sich Jugend- und Familienstadträtin Manuela Schmidt (LINKE).

Das bringt jedoch auch Probleme mit sich. Die einzige gebietsnahe Grundschule am Fuchsberg platzt aus allen Nähten. Bis 2014 soll eine neue Schule in der Straße Habichtshorst Abhilfe schaffen. Dem akuten Kindergartenmangel wurde mit einer neuen Montessori-Kita am Grabensprung, die Anfang Oktober eingeweiht werden konnte, zumindest zeitweilig begegnet. Hier können 100 Kinder im Alter von acht Wochen bis zur Einschulung, einschließlich der Integration behinderter Kinder, betreut werden. Die pädagogische Arbeit der hier tätigen elf Erzieherinnen und zwei Facherzieher richtet sich nach dem Konzept von Maria Montessori: »Hilf mir, es selbst zu tun.«

Am Elsterwerdaer Platz entstand mit dem Biesdorf-Center ein Einkaufsmagnet, der nicht nur von den neuen Kiez-Bewohnern, sondern dank kostenloser Parkplätze auch von vielen Pendlern genutzt wird. Das neue Ärztehaus von Polimedica mit vielen Fachmedizinern gehört ebenso zur Infrastruktur des Schmetterlingsviertels wie das hier eingerichtete Bürgeramt. Für die Heranwachsenden wird das geplante Jugendzentrum an der Köpenicker Straße sicher ein Anziehungspunkt werden. Wirtschaftsstadtrat Christian Gräff (CDU) sieht in der Fertigstellung des Entwicklungsgebietes Biesdorf-Süd daher eine Erfolgsgeschichte.

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