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»Öl ist eher ein stabilisierender Faktor«

Wolf-Christian Paes über ungelöste Fragen rund um die Abstimmung über Südsudan

Wolf-Christian Paes arbeitet beim Internationalen Konversionszentrum in Bonn (BICC). Das BICC arbeitet in Südsudan am Aufbau von Institutionen, die Frieden und Sicherheit stärken sollen. Paes ist Berater der Südsudanesischen Kommission für Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration (Southern Sudan DDR Commission, SSDDRC) in der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Über die Risiken einer Sezession Südsudans für die Stabiliät des gesamten Landes sprach mit ihm Martin Ling.

ND: An einem Votum für eine Abspaltung Südsudans gibt es kaum Zweifel. Trotzdem ist von einem dadurch drohenden neuen Krieg zwischen Nord und Süd in den Medien im Gegensatz zu vor ein paar Monaten nicht mehr die Rede. Ist da der Wunsch der Vater des Gedankens, oder hat sich die Lage faktisch entspannt?
Paes: Die Lage hat sich vor Ort nicht verändert. Ende 2010 war die Stimmung in vielen Medien sehr alarmistisch, jetzt ist die öffentliche Wahrnehmung neutraler. Kurzfristig ist keine Kriegsgefahr in Sicht. Allerdings gibt es einige ungeklärte Fragen, die Zündstoff in sich bergen, weshalb mittel- und langfristig weiterhin ein Konfliktrisiko besteht. In Wahrscheinlichkeiten für einen neuen Krieg lässt sich das jedoch nicht ausdrücken.

Zu den zu lösenden Fragen gehören die Aufteilung der Erdöleinnahmen zwischen Nord und Süd, die Zukunft der Provinz Abyei, Grenzverläufe, Eigentums- und Staatsbürgerschaftsfragen. Jede Menge Probleme. Ist das ...



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