Harald Werner 08.01.2011 / Inland

Krise der LINKEN? Die Lage ist besser als die Stimmung

Am kommenden Montag laden Parteivorstand und Bundestagsfraktion der LINKEN wieder zum »Politischen Jahresauftakt« ins Berliner Congress Centrum. Im letzten Jahr stand diese Veranstaltung im Zeichen des Führungskonflikts innerhalb der Partei. Der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi ging auf Distanz zu Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch, warf ihm öffentlich vor, sich »nicht loyal« gegenüber dem seinerzeit erkrankten Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine verhalten zu haben und erzwang damit dessen Rückzug. Von der folgenden Neuwahl des Parteivorstandes erhofften sich manche neuen politischen Schwung, doch sind die inhaltlichen und personellen Konflikte in der Partei kaum geringer geworden. Beklagt wird von vielen, dass die LINKE immer noch nicht zu einem rationalen Umgang mit ihren offenen Fragen, zu einer vernünftigen Debattenkultur gefunden hat. Harald Werner analysiert die »Krise der LINKEN« als eine Wachstumskrise.

Im Vergleich zu den Abstiegssorgen und Verlustängsten der schwarz-gelben Machtinhaber erfreut sich die LINKE bei den Wahlumfragen einer fast schon beängstigenden Stabilität. Seit ihrer Gründung endete jede Wahl mit einem zuvor nicht erwarteten Erfolg. Auch das gerade begonnene Superwahljahr wird daran nichts ändern, selbst wenn sich einige Hoffnungen nicht erfüllen sollten. Die LINKE wird nicht daran zerbrechen, wenn es noch ein oder zwei Landesparlamente geben sollte, in denen sie nicht vertreten ist.

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