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Ein Irrtum

Iran verbietet Coelho

Das iranische Kulturministerium hat die Bücher des brasilianischen Bestseller-Autors Paulo Coelho auf die Verbotsliste gesetzt. Das teilte ein Verleger des Schriftstellers in Iran in einem Schreiben mit, das Coelho in seinen Internetblog einstellte.

»Unglücklicherweise« sei er am Sonntag vom iranischen »Ministerium für Kultur und islamische Führung« darüber informiert worden, dass alle Bücher Coelhos im Iran verboten worden seien, schrieb der Verleger Arash Hejazi (Caravan Books). Das gelte auch für die von anderen Verlagen veröffentlichten, unautorisierten Versionen. Die Bücher seien ohne Erklärung verboten worden.

Der 63-jährige Schriftsteller selbst betonte, es könne sich nur um ein »Missverständnis« handeln, das hoffentlich diese Woche aufgelöst werden könne. Er zähle in dieser Frage sehr auf die Unterstützung der brasilianischen Regierung. Seine Bücher würden seit 1998 in Iran in verschiedenen Verlagshäusern veröffentlicht. Schätzungsweise seien bislang etwa sechs Millionen Bücher in Iran verkauft worden. »Eine willkürliche Entscheidung, nach zwölf Jahren Veröfftlichungen in dem Land, kann nur ein Missverständnis sein.«

Aus Coelhos Feder stammen unter anderem die Bestseller »Der Alchimist«, »Elf Minuten», »Veronika beschließt zu sterben« und am »Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte«. dpa

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