Hendrik Lasch, Magdeburg 13.01.2011 / Inland

Die Frage, was vor 12 Uhr in der Zelle geschah

Beim zweiten Prozess um Tod von Oury Jalloh muss das Gericht über Mitschuld von Polizisten befinden

Am Landgericht Magdeburg hat gestern der zweite Prozess um den Feuertod des Flüchtlings Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle begonnen. Die Kammer steht vor einer harten Aufgabe – nicht zuletzt angesichts völlig unterschiedlicher Erwartungen.

Schon an den Haltestellen vor dem Landgericht in Magdeburg wurde gestern auf den Prozess hingewiesen, der vormittags in Saal 23 begann. Dort, wo sonst für Elektrogeräte und TV-Sendungen geworben wird, hieß es in großen Lettern: »Oury Jalloh – das war Mord.« Das ist der Slogan, mit dem eine vor allem aus Migranten bestehende Initiative seit Jahren das zähe juristische Bemühen begleitet, den Tod von Oury Jalloh zu erhellen. Der Flüchtling aus Sierra Leone starb am 7. Januar 2005 gegen 12 Uhr in Zelle 5 der Dessauer Polizeiwache – gefesselt an Händen und Füßen auf einer feuerfesten Matratze.

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