Jürgen Reents 22.01.2011 / Inland

Ist der Kommunismus noch zu retten?

Deutschland startet mit einem Gespensterthema in ein Superwahljahr / Die Debatte um den Artikel der LINKEN-Vorsitzenden Gesine Lötzsch wird nicht rational geführt

Zeichnung: Harm Bengen

Stéphane Hessel schreibt in einer Publikation, die in Frankreich gerade eine ebensolche Millionenauflage erlebt wie das Sarrazin-Buch in Deutschland, dass sein langes Leben ihm immer wieder Gründe beschert hat, sich zu empören. Dazu gehörte auch der Stalinsche Totalitarismus. Aber, so Hessel, man müsse »ein offenes Ohr für den Kommunismus als Gegengewicht gegen den Kapitalismus behalten«. Hessel ist 93 Jahre alt, der letzte lebende Mitautor der UN-Menschenrechtscharta, er kämpfte in der Résistance, überlebte die KZ-Haft in Buchenwald und verehrt den konservativen Antifaschisten Charles de Gaulle heute noch ebenso wie den eher den Sozialisten zugeneigten Résistance-Führer Jean Moulin. Stéphane Hessels Botschaft ist: Man sollte sich wieder mehr empören – vor allem über die internationale Diktatur der Finanzmärkte, die die Demokratie bedroht. So diskutiert man in Frankreich.

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