Barbara Martin, Stuttgart 24.01.2011 / Politik

Abschied vom 19. Jahrhundert

SPD-Spitzenmann Nils Schmid beschwört in Baden-Württemberg den Wechsel

Neun Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die Landes-SPD ihr Wahlprogramm verabschiedet. Nach fast 58 Jahren CDU-Herrschaft scheint die realistische Chance zu bestehen, die Christdemokraten in die Opposition zu schicken.

SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid eröffnete den Parteitag am Samstag mit einer 50-minütigen Rede, deren kämpferischer Ton seine Parteifreunde überraschte. Seine Kernbotschaft: Die lang ersehnte Chance auf den Wechsel ist gekommen, es lohnt, dafür zu kämpfen. Am 27. März könnten die Baden-Württemberger wählen »zwischen Solidarität oder Spaltung, Transparenz oder Filz, gute Bildung für alle oder nur für Reiche – Stefan Mappus oder Nils Schmid«. Das kam gut an. Der sonst eher hölzern wirkende Jurist Schmid, dessen Doktortitel die Wahlkampfstrategen gerne auf Plakate schreiben, schaffte es, im Hegelsaal der Stuttgarter Liederhalle einen Funken zu entzünden. Die 320 Delegierten dankten mit fünf Minuten stehendem Beifall.

Natürlich arbeitete Schmid sich auch durch die Kernpunkte des Wahlprogramms: Studiengebühren abschaffen, achtjährige Gemeinschaftsschule einführen, Ausbau der Ganztagsbetreuung, gesetzlicher...

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