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Keine Showeinlagen vor der kalten EM

Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy wollen in Bern ihre makellose Saisonbilanz ausbauen

  • Von Andreas Frank, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

Auf ein Wunder von Bern müssen Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy nicht hoffen, alles andere als Gold bei den am Montag beginnenden Europameisterschaften wäre für die Olympiadritten im Paarlauf eine Enttäuschung. »Wir haben uns ganz auf das Training konzentriert, keine Shows, keine Galas«, sagt die gebürtige Ukrainerin vor den europäischen Titelkämpfen in der Schweiz.

Vier Starts, vier Siege – die Saisonbilanz der beiden Chemnitzer ist makellos und soll es auch bleiben. »Zu Beginn des Jahres war ich von einer Grippe geschwächt, aber ich fühle, dass die Kraft wieder zurückgekommen ist«, sagt Szolkowy, der bei den deutschen Meisterschaften noch etwas indisponiert wirkte und in der Kür zweimal stürzte.

Auch die Aussicht auf eine unbeheizte Berner Wettkampfhalle – im modernen Eiskunstlauf fast ein Anachronismus – lässt die Ex-Weltmeister nicht frösteln. Trainer Ingo Steuer: »Die Bedingungen sind ja für alle gleich. Zusammen mit meiner damaligen Partnerin Mandy Wötzel bin ich 1997 in Lausanne schließlich auch ohne Heizung Weltmeister geworden.«

Als erste deutsche Starter mussten gestern die deutschen Eistanzmeister Nelli Ziganschina und Alexander Gaszi in der Qualifikation den eisigen Bedingungen trotzen und tanzten sich souverän durch die Qualifikation. »Das war genial und optimal«, sagte Bundestrainer Martin Skotnicky am Montag über die flüssige Kür zum Liebestraum von Franz Liszt. Mit 79,27 Punkten wurden die Oberstdorfer trotz einiger Wackler Zweite in der Vorausscheidung und möchten nun an die Top Ten heranlaufen.

Sicher im Hauptfeld stehen schon die deutschen Einzel-Meister Sarah Hecken (Mannheim) und Peter Liebers (Berlin). Für beide geht es um eine Top-Ten-Platzierung, besonders die WM-Zwölfte Hecken will mit einem größeren Sprungrepertoire und einer verbesserten Choreografie die Preisrichter beeindrucken. Und das, obwohl Anmut und Grazie nicht die Stärken der Olympiateilnehmerin von Vancouver sind.

»Ich bin mehr der Springertyp«, gibt die 17-Jährige unumwunden zu. Immerhin: Lutz und Rittberger sind jetzt dreifach im Programm, allerdings nicht immer stabil. Trainer Peter Sczypa: »Wir wollen und müssen diese Sprünge in dieser Saison durchboxen.« Auch Liebers ist mehr ein sportlich orientierter Läufer, hat sich im Trainingslager in Kanada aber auch im Ausdruck verbessert.

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