Matthias Monroy 27.01.2011 / Politik

Sexualität gegen vertrauliche Informationen

Polizeispitzel-Affäre weitet sich aus / BKA offenbar involviert beim Einsatz in Deutschland

Wenige Wochen nach der Enttarnung des britischen Polizeispions Mark Kennedy weitet sich die Spitzelaffäre aus: Offenbar waren mehrere britische Polizeispione in der deutschen linken Szene im Einsatz. Zur Erschleichung von Vertrauen sollen sie gezielt Sexualität eingesetzt haben.

Immerhin hat die Berliner Polizei jetzt zugegeben, über den Einsatz eines britischen Spitzels auf deutschem Hoheitsgebiet informiert gewesen zu sein – allerdings »nicht genau«. Polizeipräsident Dieter Glietsch demonstriert weiterhin Ahnungslosigkeit, dagegen erklärte Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) zu Wochenbeginn im Innenausschuss, dass das Landeskriminalamt (LKA) vom Bundeskriminalamt (BKA) hierzu »angerufen« wurde. Demnach sei Heiligendamm der »Schwerpunkt« des Einsatzes von Mark Kennedy gewesen, der als »Mark Stone« unterwegs war. Körting bestätigte damit die Vermutung, dass das BKA in den grenzüberschreitenden Austausch von Spitzeln involviert ist.

Allerdings hatte Kennedy auch an einer Demonstration im Dezember 2007 in Berlin teilgenommen. Dort war er vom angeblich uninformierten LKA festgenommen, aber schnell wieder freigelassen worden. Der Spitzel hatte an einem Müllcontainer gezündelt, der als Barrikade genutzt...

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