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Propaganda für den Briefkasten

In Gratiszeitungen greift die NPD soziale Themen auf und macht Stimmung gegen Migranten

  • Von Olaf Sundermeyer, Erfurt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Immer mehr Menschen verzichten auf eine Tageszeitung. In diese Nachrichtenlücke stößt die NPD mit ihren Gratisblättern, die auf den ersten Blick oft nicht als rechte Propaganda zu erkennen sind.

Zielobjekt Briefkasten ND-

Sie heißen »Rennsteigbote« oder »Wartburgkreisbote«. Alleine in Thüringen bringt die rechtsextreme NPD neun Gratiszeitungen heraus, von denen sie behauptet, dass sie quartalsweise in die Briefkästen verteilt werden. Ähnlich in Vorpommern (Anklamer Bote) und in Sachsen (Zittauer Bote). Seit einigen Monaten nun hat die NPD in Bad Langensalza erstmals eine Geschäftsstelle für Thüringen, wo sie Ende 2009 knapp am Einzug in den Landtag scheitert war.

Inzwischen ist es ihr hier gelungen, die Herausgabe der Gratisblätter zu professionalisieren, mit denen sie dauerhaft in den Dörfern und Gemeinden wahlkämpfen will. Die Geschäftsstelle ist gleichsam die zentrale Redaktion. Bei 160 000 liegt angeblich die Gesamtauflage der Blätter. Erfahrungsgemäß dürfte sie weit nach oben korrigiert sein. Der NPD-Landesvorsitzende Frank Schwerdt nennt gar die Zahl 400 000, die – nach Einschätzung verschiedener Beobachter – schlicht erfunden ist.

Ans...


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