Hans Schoenecker 29.01.2011 / Geschichte

»Wir wollten Einheit und Frieden ...«

Ost-West Gespräche im Januar 1951 – ein Treffen zwischen FDJlern und ehemaligen HJlern

Vor 60 Jahren, am 29. und 30. Januar 1951, fand in Berlin ein außergewöhnliches Treffen statt – zwischen Vertretern der Freien Deutschen Jugend der DDR und einer Gruppe ehemaliger Führer der Hitlerjugend. In zeitgeschichtlichen Darstellungen der DDR fand es so gut wie keine Erwähnung. Nach 1989 wurde es von übereifrigen Aufarbeitern der DDR-Geschichte als Kungelei von Kommunisten mit Faschisten und Verrat an dem von der SED verkündeten Antifaschismus diskreditiert. Unser Autor hatte als Mitarbeiter des Zentralrates der FDJ an jener Zusammenkunft teilgenommen. Hans Schoenecker ist mit der in Chile lebenden Margot Honecker, geborene Feist, der einzige noch lebende Zeuge von diesem bemerkenswerten Treffen.

Viele in der ersten FDJ-Generation kamen aus der HJ – und wurden überzeugte Antifaschisten Fotos: Archiv

Für uns junge FDJ-Funktionäre stand bei der Vorbereitung des Treffens die von breiten Schichten der Bevölkerung beider deutscher Staaten getragene Forderung im Mittelpunkt, eine endgültige Zementierung der Spaltung Deutschlands zu verhindern. Diese drohte mit der Remilitarisierung der jungen Bundesrepublik unter der Adenauerregierung. Unser Anliegen entsprach der Intention des Briefes des DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl an den Bundeskanzler vom 30. November 1950. Darin hatte er einen Vorschlag für Verhandlungen zur Bildung eines Gesamtdeutschen Konstituierenden Rates, zur Vorbereitung gesamtdeutscher Wahlen für eine Nationalversammlung und für einen Friedensvertrag der vier Siegermächte mit Deutschland unterbreitet.

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