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Wir leben noch!

Eine Geschichte aus Afghanistan, in der ein Esel und eine Kuh eine Rolle spielen

  • Von Christina Matte
  • Lesedauer: ca. 8.0 Min.
Wieland Jagodzinski (links) und Abdulhaq Haqoo in der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", in der Abteilung Puppenspiel.

Im Dezember vergangenen Jahres kehrte Wieland Jagodzinski von seinem achten Afghanis- tan-»Einsatz« zurück. In einer alten ND-Ausgabe, die in Berlin auf ihn wartete, entdeckte er eine Glosse über einen Esel namens Hermann, angeblich ein Freund der Bundeswehrsoldaten. Die Glosse endete mit der Frage: »Welcher Esel würde freiwillig nach Afghanistan gehen?« Jagodzinski schrieb: »Liebe Redakteure, gut, dann oute ich mich als Esel, da ich gern in diesem Land arbeite. Seit 2007 habe ich es lieben gelernt, bei allen Schwierigkeiten, die es dort gibt. Sollte ich alter Esel Ihre Neugier erweckt haben, so können Sie mich ja kontaktieren.«

Wer glaubt, Jagodzinski sei in Afghanistan als Soldat im Einsatz gewesen, irrt. Jagodzinski war dort – als Puppenspieler. Zu den Bildern, die uns aus dem geschundenen Land abends in unsere Wohnzimmer flackern, will das nicht recht passen. Sie zeigen Tod und Verwüstung nach Selbstmordattentaten, schwerbewa...


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