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Ägypten fiebert dem »Tag des Abgangs« entgegen

Bis Freitag soll Husni Mubarak aus dem Amt gejagt werden

  • Von Karin Leukefeld, Kairo
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Mit gigantischen Protesten hat die ägyptische Opposition am Dienstag versucht, Präsident Husni Mubarak in die Knie zu zwingen. Während hunderttausende Menschen am Dienstag in Kairo und anderen Städten gegen den Staatschef mobil machten, setzte ihm Oppositionspolitiker Mohammed al-Baradei ein Ultimatum, bis Freitag zurückzutreten.

»Bitte hören Sie mir zu, ich möchte Ihnen etwas sagen!« Ibrahim Abdulrazak stammt aus der Provinz Mounfaia, »wo auch Mubarak herkommt«. Der junge Zahnarzt ist mit anderen Ärzten aus der Provinz nach Kairo gekommen, um am »Marsch der Millionen« teilzunehmen, der am Dienstag Richtung Präsidentenpalast führen sollte. Um auf den Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt zu gelangen, sind er und seine Freunde schon seit Stunden unterwegs. Erst mit dem Auto bis in einen Außenbezirk von Kairo, dann mit einem Bus und schließlich zu Fuß.

Nun stehen die Männer auf dem »Platz der Freiheit« (Tahrir) und können kaum glauben, wie viele Menschen mit ihnen unterwegs sind. Sein Monatslohn betrage 50 US-Dollar, sagt Abdulrazak, wie solle er davon leben? Die westlichen Politiker, USA, Europa, alle müssten sich entscheiden, wen sie in Ägypten unterstützen wollten: »Mubarak oder das Volk!« Ein Zwischending gebe es nicht, sie sollten endlich Klarte...


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