Die Vermausung der Frauen

Diskussion um Frauenquoten: Bascha Mika findet ihre Geschlechtsgenossinnen feige

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In der Debatte um gesetzliche Frauenquoten mehren sich die Stimmen, die behaupten, dass Frauen irgendwie doch selbst schuld sind an ihrer Benachteiligung. Ab sofort kann man sich dabei auch auf Bascha Mika, die ehemalige Chefredakteurin der »taz«, berufen, die »Die Feigheit der Frauen« entdeckt hat.

Eine Zeitungsredaktion ist ein kleines Abbild der Gesellschaft. Unter Praktikanten und Volontären ist das Geschlechterverhältnis noch in Ordnung. Männer und Frauen tummeln sich dort in ausgewogener Zahl. Fragt man bei den Männern und Frauen später nach Artikeln, sagen die Frauen viel häufiger ab, trauen sich auf die Schnelle nicht an ein Thema heran. Mit der Zeit werden sie seltener gefragt. Wird eine Stelle in der Redaktion frei, haben Autoren, die regelmäßig schreiben, die besten Chancen, sie zu bekommen. Spätestens unter den Ressortleitern nimmt die Frauenquote rapide ab und in der Chefredaktion sind sie eine Seltenheit. Anders ist es bei der »taz«, die hat eine Frauenquote.

Doch deren ehemalige Chefredakteurin Bascha Mika hat, passend zur Diskussion um Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorständen der Privatwirtschaft, das Buch »Die Feigheit der Frauen« vorgelegt. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) dürfte sich darüber freue...


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