Uwe Sattler 04.02.2011 / Politik

Mittelmeerbündnis in Agonie

Das Kooperationsforum wäre heute mehr denn je gefordert – aber es steht vor dem Aus

Vor zweieinhalb Jahren wurde die Mittelmeerunion von Frankreich mit großem Pomp aus der Taufe gehoben. Gerade die jüngste Entwicklung in Maghreb und Maschrik aber demonstriert die Handlungsunfähigkeit des Bündnisses von 43 Staaten.

Es war kein Paukenschlag. Die Mittelmeerunion wurde ebenso geräuschlos beerdigt, wie sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren vor sich hin dümpelte. Auf dem Papier existiert das Bündnis der 27 EU-Staaten mit den arabischen und nordafrikanischen Meeresanrainern noch. In der vergangenen Woche aber warf Generalsekretär Ahmed Massade das Handtuch. Damit ist ein tatsächlich funktionierendes Bündnis noch weiter in die Ferne gerückt.

Als Motive für seinen Rücktritt führte Massade die »schwierigen Umstände« und »veränderte allgemeine Bedingungen« seiner Arbeit an. So hätten einige EU-Staaten kaum Interesse an der Mittelmeerunion, zugesagte Mittel seien nicht zur Verfügung gestellt worden. Das Desinteresse an dem Gebilde hätte Massade allerdings voraussehen können. Schließlich hatte er als Botschafter seines Heimatlandes Jordanien bei der EU die schwere Geburt hautnah mitbekommen. Und selbst nach der offiziellen Gründung vor zweieinhalb Jahren...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: