Werbung

EU-Wirtschaftsregierung steht für Polen offen

Deutschland und Frankreich plädieren in Warschau für eine weitere enge Abstimmung des »Weimarer Dreiecks«

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Deutschland und Frankreich haben sich für eine Mitarbeit Polens an der geplanten EU-Wirtschaftsregierung ausgesprochen.

Warschau (dpa/ND). Der Wettbewerbspakt, »dort, wo es um mehr Reformen geht«, stehe offen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag in Warschau. »Wir würden uns freuen, wenn Polen dabei mitmacht, weil Polen ein reformfreudiges Land ist«, betonte Merkel. Auch Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy befürwortete die Idee. Frankreich wünsche sich aber einen schnellen Beitritt Polens zum Euro-Raum, sagte Frankreichs Staatsoberhaupt. Polen wird die Gemeinschaftswährung nicht vor 2015 einführen.

Auf Einladung des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski nahmen Merkel und Sarkozy am Gipfeltreffen des »Weimarer Dreiecks« teil, eines seit 20 Jahren bestehenden Konsultationsmechanismus zwischen Berlin, Warschau und Paris. Merkel verteidigte das Recht der Euro-Länder, sich »vereinzelt« eigenständig zu treffen um »bestimmte Euro-Probleme zu besprechen«. Auf den Pakt für Wettbewerbsfähigkeit hatten sich die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder auf Initiative von Merkel und Sarkozy in der vergangenen Woche geeinigt. Einzelheiten sollen bei einem Euro-Gruppen-Treffen im März beschlossen werden. Allerdings gibt es erheblichen Widerstand kleinerer Länder, die eine Spaltung der EU befürchten. Komorowski plädierte für eine weitere Integration bei der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Bis 2013 wollen die drei Staaten eine gemeinsame Eingreiftruppe aufstellen. Sarkozy lobte Polens Politik gegenüber Russland. Sie sei »intelligent und vernünftig«, der Kalte Krieg sei beendet. Eine Annäherung zwischen Polen und Russland nach jahrelangen Spannungen gehört zu Komorowskis politischen Prioritäten. Die Teilnehmer des Dreiergipfels sprachen sich auch für den Ausbau der Kontakte zwischen den Zivilgesellschaften aus. Die deutsch-französische Stiftung Genshagen solle um Polen erweitert werden, sagte Merkel.

Mit dem Treffen hat Komorowski nach einer vierjährigen Unterbrechung die Tradition enger Abstimmungen im Dreierkreis auf höchster Ebene wiederbelebt. Der Dreierkreis war 1991 in Weimar als Konsultationsforum mit dem Ziel gegründet worden, Polen bei der Annäherung an die NATO und die EU zu unterstützen. Vor der Übernahme der EU-Präsidentschaft am 1. Juli will sich Polen mit Berlin und Paris abstimmen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen