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War was? Ach ja, Familienministerin Kristina Schröder hat gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel, Spitzenvertretern aus Wirtschaft und DGB eine Charta unterzeichnet. Gemeinsam verpflichten sie sich auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit der Charta setze man »erstmals auf höchster Ebene ein starkes Signal für die Förderung einer familienbewussten Arbeitszeitorganisation«. Richtig toll klingt das, und alles freiwillig. Endlich tut mal jemand was! Das klappt bestimmt ...

Die sozialdemokratische Ex-Frauenministerin Christine Bergmann dürfte, seit Ministerin Schröder 2010 ihre Initiative für Familienfreundlichkeit im Job gestartet hat, das eine oder andere Déjà-vu-Erlebnis haben. War Bergmann es nicht, die im Jahr 2001 einen Entwurf zum Gleichstellungsgesetz vorgelegt hat? Darin ging es um Chancengleichheit, auf dass irgendwann einmal der Frauenanteil in Führungspositionen das gesellschaftliche Verhältnis auch nur annähernd abbildet, oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Entwurf sah ein zweistufiges Modell vor: Erst freiwillig, und wenn sich die Herren Unternehmer nicht bewegen, gilt in der zweiten Stufe ein gesetzlicher Mindeststandard. Ihr damaliger Chef und Basta-Kanzler Gerhard Schröder mackerte vor Unternehmern: »Es muss nicht für jedes gesellschaftliche Problem ein Gesetz gemacht werden«, und das Papier landete in der Schublade. Da liegt es seither, und die CDU demonstriert mit viel Tamtam Initiative, wo sie nichts tut. Statt kraft ihrer Wassersuppe ein Gesetz auf den Weg zu bringen, setzen Ministerin Schröder und Merkel wieder nur auf Freiwilligkeit. War was? Nö, da war nix.

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