Marion Pietrzok 10.02.2011 / Kultur

Leerer Stuhl in der Jury

Podium für das unterdrückte iranische Kino

Berlinale – im ersten Jahr nach dem 60. Jubiläum. Wie alljährlich: die Spannung, was gezeigt wird. Welche Qualität hat vor allem das Wettbewerbsprogramm? Wie viele Weltpremieren sind dabei und sind sie der Rede beziehungsweise des Ansehens wert? Die Berlinale unter Dieter Kosslick versteht sich auch als ein explizit politisches Festival. Das zeigt sich von der Filmauswahl über besondere Veranstaltungen bis hin zu Maßnahmen – innerhalb der Festivalmaschinerie – für den Umweltschutz. So hat Berlin bereits im Vorfeld des 2011er Jahrgangs ein Zeichen gesetzt gegen das Ausbluten der starken Filmkunst in Iran. Die Berlinale lud den renommierten Regisseur Jafar Panahi in die Internationale Jury ein. Kurz danach wurde er – für einen Film, den er noch gar nicht gedreht hat – in Iran zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt.

Sein Jury-Stuhl wird leer bleiben, trotz aller diplomatischer Bemühungen. A...

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