Dekade der CDU geht zu Ende

Und wieder Wechselstimmung an der Alster

Im traditionell roten Hamburg endet am 20. Februar eine schwarze Dekade. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen: Nach der Wahl der 20. Hamburgischen Bürgerschaft wird die jetzt regierende CDU mit der Senatsbildung nichts mehr zu tun haben – weder als Verwalter einer absoluten Mehrheit noch als Taktgeber in einer Koalition.

Der amtierende Bürgermeister Christoph Ahlhaus scheint sich mit seiner aussichtslosen Lage abgefunden zu haben und setzt auf eine Große Koalition. Doch so viele Fehler kann die in Umfragen weit vorn liegende SPD in den wenigen Tagen bis zum Urnengang kaum machen, dass sie diesen Kompromiss eingehen müsste. Sollte sie nach dem Wahlabend einen Koalitionspartner brauchen, würden ihr die Grünen genügen – theoretisch auch die FDP.

Rückblick in das Jahr 2001: Die SPD stellte 44 Jahre ohne Unterbrechung in Hamburg den Bürgermeister. Vor Wahlen wurde nicht darüber diskutiert, ob es die Sozis erneut schaffen. Gefragt wurde nur: Wie hoch gewinnt die SPD? Doch wer lange an der Macht ist, neigt zur Selbstzufriedenheit und Arroganz. In Hamburg konnte seit dem Krieg im öffentlichen Dienst nur Karriere machen, wer das SPD-Parteibuch hatte. Die Grün-Alternative Liste (GAL), die von 1997 bis 2001 eine Koalition mit der SPD wagte, bekam von den ro...

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