Mast- und Knochenbruch

Auf der »Gorch Fock« werden echte Kerle geformt – sogar aus Frauen

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Nach dem Tod der 25-jährigen Soldatin Sarah Lena Seele, die am 7. November 2010 im Hafen von Salvador da Bahia in Brasilien 27 Meter tief aus der Takelage des Schulschiffes »Gorch Fock« gefallen ist, schlagen die Wogen hoch. Doch nicht hoch genug, um jene zu erreichen, die Schuld daran tragen, dass der Segler unter Bundeswehrflagge zum Seelenverkäufer mutierte.

Nimmt man einmal den speziellen Untergang von U-Hai am 14. September 1966 aus der Statistik heraus, dann wird klar: Kein Schiff der Deutschen Marine ist so gefährlich wie die zur Bark getakelte »Gorch Fock«. In den 52 Jahren ihres Dienstes starben sechs Besatzungsmitglieder, vier allein in den vergangenen zwölf Jahren.

Ein Zufall? Experten bezweifeln das und bedenken nicht nur die Schiffsführung unter Kapitän Norbert Schatz mit Schuldzuweisungen. Einige sprechen vom »Macho- oder Angeber-Segler« und bezweifeln, dass die moderne Bundesmarine ihren fahrenden Nachwuchs wirklich nach Art des 18. Jahrhunderts ausbilden muss. Soll doch das Auswärtige Amt das Schiff betreiben, das in jedem fremden Hafen zum diplomatischen Party-Parkett erhoben wird. Über diese Kritik hat auch schon der Wehrbeauftragte des Bundestages nachgedacht.

Doch noch liegt die Verantwortung für die »Gorch Fock« beim Verteidigungsministerium und dem Marineamt. Von dort is...

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