Streitfrage: Was versprechen sich Linke von der ägyptischen Protestbewegung?

Seit Wochen protestieren Menschen in Ägypten gegen die Regierung von Husni Mubarak. Angespornt von dem Volksaufstand in Tunesien fordern hunderttausende Ägypter den sofortigen Rücktritt des Präsidenten. Doch Mubarak, der seit 30 Jahren am Nil herrscht, hat offenbar die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Er hatte angekündigt, im September bei der Präsidentschaftswahl nicht wieder zu kandidieren. Das reicht den Demonstranten nicht. Wie das Ägypten nach Husni Mubarak aussehen wird, hängt auch von den Menschen ab, die in Kairo, Suez und anderen Städten des Landes demonstrieren. Doch wer sind die Protagonisten der »ägyptischen Revolution«? Was treibt sie an? Und welche Rolle spielt »der Westen«, der Mubarak bisher gern hofiert hat.

Prof. Dr. Werner Ruf

Unter der Dunstglocke der Repression

Von Werner Ruf

Jahrzehntelang debattierten die herrschende Politik und ihre »Experten« über die »Demokratieunfähigkeit der arabischen Völker – und da ereignet sich plötzlich im wohl kleinsten aber gebildetsten dieser Völker, in Tunesien; eine Revolution. Ausgelöst durch einen verzweifelten Akt des sozialen Protests, eine Selbstverbrennung, geht das Volk auf die Straße, die kleptokratische Diktatur reagiert mit ihrem klassischen Mittel der Repression, die Spirale von Protest und Gegengewalt schaukelt sich hoch, das Volk rebelliert, reklamiert sein Recht als Souverän, der Tyrann flieht wie ein Dieb in der Nacht. Und der Westen, der ihn mehr als zwei Jahrzehnte an der Macht hielt, vom kleptokratischen Charakter des Systems nichts wissen wollte, dem Land wegen seiner konsequent neoliberalen Wirtschaftspolitik Bestnoten ausstellte – applaudiert!

Der Funke der Befreiung sprang über auf Jorda...



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