Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ich hatte zunächst den Stecker gezogen

Wim Wenders über seinen Film »Pina« und die Sehnsucht der 3D-Kamera nach Unendlichkeit

Seit Jahren wollte Wim Wenders einen Film über die Choreografin Pina Bausch und ihr Wuppertaler Tanztheater machen. Nur die Technik schien noch nicht reif für die Art von Unmittelbarkeit und direkter Teilhabe am Bühnengeschehen, die ihm für den gemeinsamen Film vorschwebte. Just als eine immer perfektere 3D-Technik die Lösung brachte, verstarb Pina Bausch – ganz kurz vor Drehbeginn. Den Film gibt es nun trotzdem, aber statt eines gemeinsamen Projekts ist »Pina« ein Nachruf geworden.

ND: Wenn Sie noch einmal entscheiden müssten, so lange zu warten, bis die technischen Möglichkeiten optimal sind – würden Sie es wieder so machen?
Wenders: Wenn man vorher wüsste, dass man zu spät kommen wird, sollte man das sicher lieber vermeiden. Nur konnte das in diesem Fall wirklich niemand wissen. Pina hätte mir ja vielleicht ein Indiz gegeben, wenn sie es geahnt hätte. Aber Pina hatte Pläne für Jahre ... Und es war wirklich so, dass die Antwort auf die Frage, wie man diesen Film machen könne, erst mit der 3D-Technik kam. Und auch diese Technik war erst im Sommer 2009 so weit, Realaufnahmen glaubhaft darzustellen. Animation hätte man schon vorher machen können, aber nicht einen Film mit realen Tänzern.

Sie haben die Entwicklung der 3D-Technik gespannt verfolgt?
Der erste 3D-Film, 2007 in Cannes, das war noch eher überraschend. Dann kam »U2 in 3D«, eine Art Vorläufer der ganzen Serie von 3D-Filmen. Der hat den Anstoß gegeben...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.