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Bundesbank: Axel Weber tritt Ende April zurück

Neuer Chef wird nächste Woche bekanntgegeben

Berlin (Agenturen/ND). Bundesbank-Präsident Axel Weber tritt Ende April und damit ein Jahr vor Ablauf seiner Amtszeit zurück. Dies habe Weber in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in Berlin mitgeteilt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Sein Nachfolger solle nächste Woche bekanntgegeben werden.

Der 53-jährige Weber ist seit 2004 Chef der Bundesbank. Weber habe erklärt, er wolle mit Ende seines siebten Amtsjahres zum 30. April 2011 aus dem Amt scheiden, hieß es weiter. Die Kanzlerin und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hätten diese Entscheidung »mit Respekt für Professor Webers persönliche Gründe zur Kenntnis genommen«. Keine Angaben machte die Bundesregierung zu der Frage, was die Entscheidung für eine mögliche Kandidatur Webers für den Chefposten der Europäischen Zentralbank (EZB) bedeute. Der Bundesbank-Chef galt als heißer Kandidat für die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.

Axel Troost, Finanzexperte der Linksfraktion im Bundestag, fordert eine »Zeitenwende« bei der Bundesbank. »Ein neuer geldpolitischer Hardliner im Bundesbankpräsidentenamt würde diese Chance verspielen«, so der Politiker.

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