Karin Leukefeld, Kairo 12.02.2011 / Ausland

30 Jahre dauerte es, bis der Geduldsfaden riss

Gespräche auf dem Tahrir-Platz und in Zamalek, am anderen Ufer des Nils: »Wir hoffen nur, dass es kein weiteres Blutbad gibt.«

Enttäuschung und Wut machten sich auf dem Kairoer Tahrir-Platz in der Nacht zum Freitag breit, nachdem Husni Mubarak nicht wie erhofft seinen Rücktritt verkündet hatte. Doch schon am Morgen danach hatten die Demonstranten neue Kräfte gesammelt.

Die Antwort auf Mubaraks Rede am Donnerstagabend kam prompt: Die Menschen auf dem Tahrir-Platz zogen ihre Schuhe aus, wedelten sie wütend durch die Luft und forderten Mubarak zum Rücktritt auf. Als kurz darauf Vizepräsident Omar Suleiman die Demonstranten in seiner Fernsehansprache aufforderte, nach Hause und zu ihren Arbeitsplätzen zurückzukehren, gab es kein Halten mehr: Tausende zogen vom Tahrir-Platz im Zentrum Kairos zum Staatlichen Fernsehsender am Nil-Ufer, nur wenige hundert Meter vom Platz der Befreiung entfernt. Tausende machten sich auf den langen Weg zum Präsidentenpalast in Heliopolis, den das Militär jedoch weiträumig abgesperrt hatte. »Morgen kommen wir mit Millionen wieder«, versprachen die Demonstranten zum Abschied.

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