Hendrik Lasch, Dresden 14.02.2011 / Politik

Hilflos in der Dresdner Menschenkette

Stadt und Polizei beschränken Protest in Sichtweite der Nazis, denen am 13. Februar Straßen geräumt werden

Trotz der erfolgreich wiederholten Menschenkette herrscht in Dresden nach dem 13. Februar Enttäuschung über hilfloses Vorgehen der Stadt gegen den alljährlichen Naziaufmarsch.

Schauspieler des Dresdner Staatsschauspiels sind mit einem Transparent gekommen. »Gedenken allein reicht nicht«, steht auf dem Plakat, dass Intendant Wilfried Schulz und zwei Mitstreiter der Polit-Prominenz am Rathaus entgegen halten. Dort begrüßt Detlef Sittel, der amtierende Rathauschef, die Teilnehmer der Menschenkette, die am Jahrestag der Zerstörung der Stadt deren Zentrum gegen einen Aufmarsch von Nazis abschirmen wollen – symbolisch. »Wir haben im Ensemble sehr debattiert, ob es sinnvoll ist, sich in die Kette einzureihen, wenn die sich den Rechten nicht wirklich entgegen stellt«, sagt Schulz. Die Theaterleute sind doch gekommen: mit dem Plakat. Zufrieden ist der Intendant nicht: »Die Hilflosigkeit der Stadt macht uns mit hilflos.«

Nicht nur den Theaterchef beschleichen an diesem 13. Februar 2011 zwiespältige Gefühle. Auf der einen Seite ist der Aufruf der Stadtspitze, wie schon 2010 eine Menschenkette zu bilden und auf die...

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