»Grüne Revolution des Konsums«

Ergänzende UN-Millenniumsziele sollen den Verbrauch der Reichen auf ein vertretbares Maß senken

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mohan Munasinghe, Mitglied des Weltklimarats IPCC, fordert »Millenniums-Konsumziele«. Damit soll sich die Welt auf eine zukunftsfähige Entwicklung verpflichten – analog zu den Millenniums-Entwicklungszielen.

Er gilt als Vorkämpfer einer »grünen Revolution des Konsums«: der aus Sri Lanka stammende Klimaforscher Mohan Munasinghe. In der Pflicht stehen aus Sicht des Professors für nachhaltige Entwicklung in Colombo und Manchester insbesondere die Reichen: die einkommensstärksten 20 Prozent der Weltbevölkerung – das sind 1,4 Milliarden Menschen. Sie verbrauchen mehr als 80 Prozent der globalen Produktion, 60 Mal mehr als die ärmsten 20 Prozent. Wenn 2012 in Rio de Janeiro der UN-Gipfel zur nachhaltigen Entwicklung stattfindet, so Munasinghe, dann sollten sich die »überentwickelten« Länder bis 2020 Ziele stellen, die ihren Lebensstil verändern würden: Energie- und Wasserverbrauch reduzieren, die in diesen Ländern verbreitete Fettleibigkeit bekämpfen, Gebäude sanieren, Steuern auf Luxusgüter erheben, Arbeitsbedingungen bei kürzeren Arbeitszeiten verbessern. Auch die Staatsausgaben sollten verändert werden, unter anderem empfiehlt Munasingh...


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