Ägyptens Reformkräfte fordern einen Präsidialrat

Prof. Mohamed Aboulghar entwirft ein optimistisches Szenario

Der 70-jährige Mohamed Aboulghar, Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Kairo, gehört der Nationalen Reformbewegung Ägyptens an. In kritischen Beiträgen für Tages- und Wochenzeitungen hat er regelmäßig auch zu gesellschaftlichen Problemen Stellung genommen. Seit dem 25. Januar vertritt er seine Bewegung in dem Komitee, das die Proteste gegen das Mubarak-Regime organisiert hat. Karin Leukefeld befragte Prof. Aboulghar in Kairo.

Mohamed Aboulghar, Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität Kairo

ND: Millionen haben seit dem 25. Januar gegen das Regime von Präsident Hosni Mubarak protestiert. Sind Sie einer der Organisatoren?
Prof. Aboulghar: Es gibt keine einheitliche Führung. Wenn Sie mit drei oder vier Leuten von den Älteren reden und mit drei, vier von den Jüngeren, dann finden Sie vermutlich einen ganz guten Durchschnitt der Leute, die auf dem Platz sind.

Wie geht es weiter? Die alten Minister sind weiter an der Macht.
Ich halte das für akzeptabel. Die Armee hat keine Erfahrung und hat jetzt nur diese unpopulären Leute zur Verfügung. Das alte Regime ist weniger als 48 Stunden vorbei, und es dauert eben, bis Leute gefunden sind, die eine Übergangsregierung bilden können.

Die Opposition fordert einen Präsidialrat mit drei oder fünf Personen.
Das wurde schon vor der letzten Rede Mubaraks beschlossen. Wir waren ungefähr 25 Leute in einem kleinen Raum am Tahrir-Platz, es wurde heftig diskutiert, einer stand auf dem Tisch, einer...


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