Momo Wiedekind 16.02.2011 / Inland

Prozess im Schwurgerichtssaal 600

In Nürnberg steht ein Neonazi vor Gericht – an historischem Ort

Im Nürnberger Schwurgerichtssaal 600, in dem sich nach dem Zweiten Weltkrieg deutsche Kriegsverbrecher verantworten mussten, wird ab Donnerstag gegen den vorbestraften Neonazi R. verhandelt. Laut Staatsanwaltschaft soll er »aus Hass auf die linke Szene« einen 17-Jährigen ins Koma geprügelt haben.

Ein organisierter Neonazi steht ab Donnerstag wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung im Nürnberger Schwurgerichtssaal 600 vor Gericht. Im April letzten Jahres schlug er einen jungen Mann ins Koma. Der Auslöser der Tat ist nach wie vor unklar. Die Freundin des 24-jährigen Täters Peter R. behauptete, der 17-jährige Antifaschist habe sie in der U-Bahn als »Thor-Steinar-Schlampe« bezeichnet, weil sie eine »Thor-Stei- nar«-Tasche trug. Zeugen hörten lediglich »Thor Steinar«. Aufgrund dessen und »aus Hass auf die linke Szene«, so die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, schlug der vorbestrafte Neonazi R. zu.

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