Hohe Ehre – posthum

Günter Kochans 6. Sinfonie im Konzerthaus Berlin uraufgeführt

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

W as sich da vor den Ohren der Zuhörer entbot, war eine wirkliche Sinfonie. Sie hat sechs Sätze, die fast ohne Pause durchlaufen. Den ersten dominieren die dissonanten Bleche und Pauken. Eine Art Wechselgesang. Gärende Halteakkorde, hochfahrende Klangblöcke erschüttern die Kronleuchter. Nichts geht indes überstürzt vonstatten. Jede Geste, jede farbliche Nuance scheint hinlänglich abgewogen. Bestechend der Reichtum an Farben. Kochan experimentiert mit unterschiedlichen Techniken und Formen. Er mobilisiert den alten Choral, das Solokonzert. Freizügig handhabt er Techniken der Zwölftonmusik, der Polyrhythmik (leider zu selten), auch die Leitmotivtechnik. Hörner, Bassklarinette, Pauken, große Trommel geben individualistisch ein Klima, indem es zeitweilig mehr belfert als singt. Der Schluss adressiert lakonisch eine kurze Kontrabassfigur ins Publikum. Eine Arbeit von Rang. Die Zuhörer, der Saal war recht gut gefüllt, nahmen sie dankbar an. ...

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