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Im größten Garten der DDR

Der Park der früheren iga in Erfurt wird 50. Er soll umgestaltet werden, um mehr Besucher anzulocken

  • Von Simone Rothe, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

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Sie war der schönste Garten der DDR: Die Internationale Gartenbauausstellung (iga) in Erfurt. Heute heißt das Gelände egapark und ist noch immer Ziel hunderttausender Besucher. Doch mit ihren 50 Jahren steht die Parkanlage auch vor einer Zäsur.    

Erfurt. Das riesige Beet mit Blüten, die sich zu immer neuen farbigen Ornamenten fügen, ist das Markenzeichen geblieben: Vieles im Erfurter egapark erinnert noch an die Internationale Gartenbauausstellung (iga) der DDR, die 1961 eröffnet worden war. Das 50-jährige Jubiläum des Park- und Ausstellungsgeländes wird in diesem Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen begangen, die Vergangenheit und Gegenwart beleuchten, sagte Geschäftsführer Manfred Ruge am Dienstag in Erfurt.

Der Park an der Cyriakisburg, immer noch mit einer stattlichen Fläche von etwa 36 Hektar, steht vor einer Zäsur. Er soll als Flächendenkmal erhalten werden, aber mehr sein, als nur ein Denkmal für die Gartenarchitektur der 1960er Jahre. Gearbeitet wird an neuen Konzepten für den Park, der mit im Schnitt 450 000 Besuchern pro Jahr zu den wichtigsten Freizeitangeboten in Thüringen gehört, sagte Ruge.

Den Hut haben seit 2003 die Stadtwerke Erfurt auf, die jährlich drei bis vier Millionen Euro zuschießen, um das Defizit auszugleichen. Rund 600 000 Besucher hat Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) als Zielmarke ausgegeben. Damit soll der Park mit japanischem und Rosengarten, mit Aussichtsturm, Freilandschauen unter anderem zu Fuchsien und Dahlien und dem Deutschen Gartenbaumuseum wirtschaftlicher betrieben werden. Bis Jahresende soll ein Grobkonzept stehen. »Die Bewegungsspielräume werden von der Denkmalpflege definiert«, sagte Ruge. Konzepte nach dem Vorbild von Vergnügungsparks sind vom Tisch.    Die Stadtwerke seien auch künftig bereit, jährlich etwa drei Millionen Euro in den egapark zu stecken, um das Defizit auszugleichen, sagte Geschäftsführer Peter Zaiß. Zudem seien in den vergangenen acht Jahren etwa zehn Millionen Euro investiert worden. Es gebe viele Vorschläge, um die Besucherzahlen zu erhöhen – vom Indoor-Spielplatz in einer der Ausstellungshallen bis zum Klettergarten. Auch das gastronomische Angebot soll runder werden.

In der Diskussion ist auch die Gründung einer Bürgerstiftung, die den Park übernimmt. In diesem Jahr soll jedoch nicht nur diskutiert, sondern auch gefeiert werden: Am 29. April öffnet eine Jubiläumsschau, die bis zum 28. August läuft, am 1. Mai ist ein Blumenkorso durch die Thüringer Landeshauptstadt geplant, die sich immer noch gern Blumenstadt nennt.

Auch an die Aufbauhelfer soll erinnert werden. Von 1959 bis 1961 hatten neben vielen Betrieben meist Freiwillige mit zehntausenden Arbeitsstunden das iga-Gelände zum Blühen gebracht.

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