BP will weniger zahlen

Studie vorgelegt

Washington (AFP/ND). Kaum sind die Bilder der Katastrophe im Golf von Mexiko von neuen Schlagzeilen überlagert, beklagt sich der britischen Konzern BP über zu hohe Entschädigungsforderungen. In einem 25-seitigen Bericht kritisierte das Unternehmen am Donnerstag den Verwalter des Entschädigungsfonds, Kenneth Feinberg, dafür, mögliche zukünftige Schäden zu hoch anzusetzen. BP argumentierte, es gebe »keine glaubwürdigen Argumente dafür, einen künstlich hohen Faktor für künftige Verluste anzusetzen, der vollkommen auf der Unsicherheit über Zukunftsaussagen basiert und von der reinen Möglichkeit ausgeht, dass künftige Schäden entstehen könnten«.

BP selbst hatte Feinberg vor acht Monaten zum Verwalter des Fonds ernannt. Dieser geriet auch unter Druck der Opfer: Sie kritisierten, die künftigen Risiken würden unterschätzt. Feinberg hatte vorgeschlagen, für 2011 eine Entschädigung in Höhe von 70 Prozent des 2010 entstandenen Schadens und für 2012 in Höhe von 30 Prozent zu zahlen. BP hält hingegen 50 und 25 Prozent für angemessen. Der Konzern behauptet, der Dezember 2010 sei die beste Krabbenfang-Saison seit fünf Jahren gewesen und der Tourismus habe sich von der Katastrophe wieder erholt.

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