Norbert Suchanek, Rio de Janeiro 21.02.2011 / Wirtschaft und Umwelt

Ausgetrocknet und abgestorben

Studie: Klimawandel im Regenwald bringt für Amazonien Jahrhundertdürren

Im vergangenen Jahr erlebte das Amazonasbecken die zweite Jahrhundertdürre binnen eines Jahrzehnts. Brasilianische und britische Wissenschaftler fürchten nun, dass dies den Klimawandel weiter anheizt und das größte Regenwaldgebiet der Erde in einen Teufelskreis gerät. Sollten sich die Extremdürren fortsetzen, werde die Amazonasregion von einer Kohlenstoffsenke zu einem der größten Treibhausgasproduzenten.

Bereits 2005 erlebte das Amazonasbecken eine so starke Trockenheit, dass Wissenschaftler von der schlimmsten Dürre seit 100 Jahren sprachen. 1,9 Millionen Quadratkilometer, rund 37 Prozent der gesamten Region, litten damals unter Niederschlagsmangel. Zahlreiche Flüsse trockneten aus, Millionen von Fischen starben. Tausende von Amazonasbewohnern waren von der Außenwelt abgeschnitten, da die Flüsse ihre einzigen Transportwege sind. Im ver...

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