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Keine Post mehr vom Arbeitsamt

  • Von Peter Nowak
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Erwerbslosenaktivist Werner Braeuner tötete 2001 den Chef eines Arbeitsamtes. Seit zehn Jahren sitzt er dafür im Gefängnis. Eine Veranstaltung in Berlin erinnert an seinen Fall.

Am 6. Februar 2001 wurde der Direktor des Arbeitsamtes Verden bei Bremen, Werner Herzberg, von dem Erwerbslosen Werner Braeuner erstochen. Braeuner war zuvor die Arbeitslosenhilfe, seine einzige Einnahmequelle gestrichen worden. Die Tat sorgte damals für großes Aufsehen. »Warum musste Werner Herzberg sterben?«, lautete der Titel eines Films, in dem der Regisseur Martin Kessler den Hintergründen nachging. Zahlreiche Freunde Braeuners, darunter Aktivisten aus der französischen Erwerbslosenbewegung, appellierten damals in einem Brief: »Lassen wir Werner nicht fallen.« »Die Gewalttätigkeit dieser Tat ist erschreckend, sie ist aber eine direkte Reaktion auf erlittene Gewalt und Ohnmacht. Werner ist das Thermometer einer steigenden Spannung«, hieß es darin. Und ein Gewerkschafter schrieb: »Werners Verzweiflungstat ist verständlich, aber nicht zu rechtfertigen, und sie ist kein Ausweg aus...


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