Die verdoppelte Yachthafenresidenz

Beim Bau der Rostocker Luxus-Marina Hohe Düne soll es Subventionsbetrug gegeben haben – Landtag schaltet sich ein

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Fast 50 Millionen Subventionseuro sind an die privaten Betreiber der Edel-Marina bei Warnemünde geflossen. Ein guter Teil davon womöglich zu Unrecht, wie sich jetzt herausstellt. Die Landeskinder haben jedenfalls wenig von dem Geldsegen – das Luxusresort zahlt schlechte Löhne.

»Der Yachthafen Hohe Düne ist viel mehr als ein Yachthafen. Er ist Teil einer einzigartigen Wohlfühlwelt voller Möglichkeiten. Denn am Ende der holzbeplankten Schwimmstege wartet eine Hotelanlage der Extraklasse auf Sie – die Yachthafenresidenz Hohe Düne«. So wirbt der exklusive SeglerTummelplatz bei Warnemünde für sich. Die Anlage, die einmal das olympische Dorf werden sollte, als sich Rostock zusammen mit Leipzig um die Sommerspiele 2012 bewarb. Die Bewerbung scheiterte chancenlos – doch die »Residenz« für gut betuchte Yachteigner wurde trotzdem gebaut.

Aus eins mach zwei

Unter freilich fragwürdigen Umständen, wie sich herausgestellt hat. Schon Anfang des Monats schlug die Staatsanwaltschaft zu: Marina-Investor Per Harald Løkkevik, ein 48-jähriger Norweger, wurde in der ersten Februarwoche verhaftet und sitzt seither in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet auf ...

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