CSU spielt Spin-Doctor für ihren Ex-Doktor

Bayerische Staatspartei sieht Superstar im »Stahlgewitter«

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Je mehr Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wegen seiner mit sehr viel geistigem Fremdkapital zustande gekommenen Doktorarbeit unter politischen Druck gerät, desto skurriler sind die Beistandserklärungen der christsozialen Parteifreunde.

Eigentlich war Guttenberg in den letzten Jahren immer Star und Spin-Doctor in einem. Die subtil manipulierte Medien-, Image- und Politikberatung in eigener Sache war auch über weite Strecken durchaus erfolgreich. Binnen Kurzem war der Franke weit über seine Partei hinaus zum »Hoffnungsträger« avanciert. Bis, ja bis die Sache mit der Doktorarbeit kam. Seither zeigt sich, dass der forsche Freiherr doch jemanden in seinem Gefolge braucht, der ihn mit Geist und Geschick durch die Schlachten lotst. Diese ganz offensichtliche Lücke versuchen seit gut einer Woche seine christsozialen Parteifreunde zu füllen. Mit mäßigem Erfolg. Oder maßvollem Engagement.

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, versuchte es anfänglich mit voller Breitseite und qualifizierte die Plagiatsvorwürfe als »politisch motivierten Angriff von ganz Linksaußen«, der eine »politische Sauerei« sei. Als die Zitatensammlung aus fremden Quellen in der Dis...


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