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Asketische Mönche als Umstürzler

Indonesier sollen den Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha künftig beobachten

  • Von Michael Lenz, Bangkok
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Jeweils 20 Indonesier auf beiden Seiten der Grenze sitzen künftig in der ersten Reihe, sollten sich Thailand und Kambodscha im Streit um die Ruine des hinduistischen Tempels Preah Vihear aus dem 9. Jahrhundert wieder gegenseitig beschießen. Bei solchen Scharmützeln waren in der ersten Februarhälfte zehn Menschen ums Leben gekommen.

Zuschauen und berichten, das ist die bisher konkreteste Beschreibung der Aufgabe jener »eingebetteten« indonesischen Beobachter, deren Entsendung die Außenminister der ASEAN-Staaten am Dienstag in Jakarta als ihren Beitrag zur Konfliktlösung beschlossen haben. Wie die Truppe heißen wird, ist noch offen. Klar ist aber, dass »Frieden« nicht Bestandteil des Namens sein darf. So wie in dem Beschluss und laut thailändischen Medienberichten auch während der Debatte über den Konflikt nicht von einem »Waffenstillstand« die Rede war. Nicht als Forderung, Wunsch oder auch nur bloße Möglichkeit. Solange nicht geschossen wird, ist doch alles gut, fasste Indonesiens Außenminister Marty M. Natalegawa den Standpunkt seiner Kollegen zusammen. Indonesien hat derzeit den Vorsitz in der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (ASEAN) inne.

Das ist eine typische ASEAN-Herangehensweise. Man mischt sich grundsätzlich nicht in die »inneren Angelegenheiten« ein...


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