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Ökologischer Feminismus

Deutsch-Kubanisches »EcoMujer« seit 15 Jahren aktiv

  • Von Klaus Rautenfeld
  • Lesedauer: 3 Min.

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Deutsche und kubanische Frauen gründeten vor fünfzehn Jahren das Projekt »EcoMujer«, das schon im Namen die Verbindung von Frauen und Ökologie signalisiert. Monika Schierenberg, Bewegungstherapeutin aus Düsseldorf, war in den frühen 1990er Jahren mit einer Solidaritätsbrigade zu einem Aufenthalt nach Kuba gereist und brachte von dort Kontakte zu Dozentinnen an der Pädagogischen Hochschule in Pinar del Rio sowie die Idee mit, einem internationalen Austausch zu Frauen und Umweltfragen zu beginnen.

Seit 2005 arbeitet das Frauenumweltprojekt zum Schwerpunkt »Wasser«, denn in den Jahren zuvor habe man gemerkt, »dass es sinnvoll wäre, nicht auf jedem Seminar oder Kongress fünf neue Themen anzureißen, sondern länger an einem Thema zu bleiben«, so Schierenberg im Gespräch mit ND. Frauen trügen ohnehin meist die Hauptverantwortung für Wasser und sie litten auch am meisten, wenn es Wasserprobleme gäbe. Bei vielen Veröffentlichungen zur Wasserthematik würde zudem der Gender-Aspekt überhaupt nicht einbezogen in die Betrachtungen.

»EcoMujer« organisierte mit Partnern wie ver.di und der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Jahr 2008 eine Konferenz in Berlin mit dem Motto »Steter Tropfen höhlt den Stein – Frauen im Widerstand für ein Menschenrecht auf Wasser«. Ein Jahr später nahm das Projekt am V. Weltwasserforum in Istanbul teil und war an der Organisation des Workshops »Water and Gender« beim Alternativen Wasserforum dort beteiligt.

Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die Vorbereitung einer »Wasserreise« nach Kuba gemeinsam mit dem Frauenverband FMC. In Pinar del Rio soll ein Seminar durchgeführt werden, aber auch Exkursionen auf das Land und zum Staudamm in Holguin werden geplant. »EcoMujer« habe nun viele Jahre Seminare in Pinar del Rio durchgeführt, es sei nun Zeit, neue Formate in der Arbeit zu erproben, meint Monika Schierenberg.

Das Land habe im weltweiten Vergleich betrachtet nicht die extremen Probleme mit der Wasserversorgung wie andere Regionen, aber im Osten Kubas gebe es durchaus konkrete Schwierigkeiten. Insgesamt werde viel Wasser verloren, weil das Leitungssystem nicht mehr auf dem neuesten Stand sei. Hier müsse in den kommenden Jahren investiert werden, damit die Verluste begrenzt werden können. Monika Schierenberg findet es beachtlich, dass die gesamte Wasserwirtschaft Pinar del Rios in der Verantwortung von Adriana Ruiz Otero, einer jungen Frau, läge.

Für die Zukunft von »EcoMujer« wünscht sich Monika Schierenberg – eine von zwei Vereinssprecherinnen – neue Mitstreiterinnen sowie Spenden, damit die Arbeit weitergeführt werden könne. Das deutschlandweit aktive Projekt führe jährlich drei bis vier Treffen in verschiedenen Städten durch.

www.ecomujer.org

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