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Kassen warnen vor Millionen-Plus für Ärzte

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Berlin (dpa/ND). Die nächste Gesundheitsreform von Minister Philipp Rösler (FDP) könnte die Beiträge laut Krankenkassen erneut in die Höhe treiben. Hintergrund ist das geplante Versorgungsgesetz. Die Koalition will damit unter anderem dem Ärztemangel auf dem Land begegnen. »Wir müssen dafür sorgen, dass es wieder mehr Ärzte gibt«, sagte Rösler in der »Welt«. »Heute ist es so, dass Ärzte, die mehr als eine bestimmte Zahl an Patienten behandeln, weniger Geld pro Patient bekommen.« In Gebieten mit Ärztemangel dürfe es dies nicht mehr geben.

Der Vize-Chef des Kassenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, betonte: »Wir haben in überversorgten Gebieten 25 000 niedergelassene Ärzte zu viel und in Mangelregionen lediglich 800 niedergelassene Ärzte zu wenig.« Anreize für Hausärzte in dünn besiedelten Gebieten seien wünschenswert. »Doch Zuschläge in potenziellen Mangelregionen müssen mit Abschlägen in Gebieten mit zu vielen Ärzten einhergehen.«

Davon ist in den bisherigen Koalitionsplänen nicht die Rede. Dagegen sind Mehrausgaben geplant. »Krankenhäuser in unterversorgten Gebieten sollen einen finanziellen Anreiz dafür bekommen, wenn sie Assistenzärzte in der Allgemeinmedizin ausbilden«, so Rösler. Zudem sollen Obergrenzen der Kassenausgaben für Zahnärzte aufgehoben werden.

Über die Gesetzespläne verhandeln Union und FDP erneut im März, parallel laufen Verhandlungen des Rösler-Ressorts mit den Ländern. Stackelberg forderte: »Es braucht insgesamt nicht mehr Geld für Ärztehonorare, sondern eine bessere Verteilung innerhalb der Ärzteschaft.«

Unterdessen hat Rösler die von der Union vorgeschlagene Vorgabe für Fachärzte abgelehnt, dass sie Kassenpatienten künftig binnen drei Wochen einen Termin geben müssen. »Versprechen kann man viel, aber so löst man keine Probleme«, sagte er. »Eine gute Versorgungssituation kann man nicht einfach per Gesetz bestimmen.«

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