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Klassische Schönheit

Das Duell Björgen - Kowalczyk begeistert Oslo

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Am ruhmreichen Hollenkollen gab's gestern eines jener Überbleibsel zu bestaunen, das im WM-Programm noch aus dem Langlauf der Knickerbocker-Ära erhalten geblieben ist, aus der Zeit als die wenigen Fernsehkameras noch auf die verschneiten Loipen gerichtet waren und der Fernsehmoderator die Zeit wortreich zu überbrücken hatte, bis irgendwann endlich der Athlet aus dem dunklen, dunklen Wald auftauchte.

Der 10-Kilometer-Lauf der Damen stand gestern an, im klassischen Stil, einzeln gestartet im Kampf gegen die Uhr, beobachtet von 30 000 Zuschauern an der Strecke des Osloer Skitempels. Am Ende hatte der Lauf bewiesen, wie auch ein altbackenes Wettkampfformat begeistern kann in Zeiten der Jagd- und Sprintrennen.

Denn der »Zehner« bescherte eines der schönsten Bilder der WM: Wie Marit Björgen im Ziel lag, als Vorletzte gestartet und nun zwischenzeitlich auf Rang eins eingekommen, wie sie sich zur Anzeigetafel drehte und zu ihrer schärfsten Rivalin Justyna Kowalczyk aus Polen blickte, die als letzte Läuferin just auf der Zielgeraden im Doppelstockschub heranraste. Und wie die erschöpfte Björgen schließlich die Arme hochstreckte, als feststand: Drittes Gold für Björgen, die Ausnahmeathletin, von der ihre Landsleute nicht weniger als sechs Goldmedaillen erwarten.

Dabei schien die 10-km-Strecke wie für Justyna Kowalczyk gemacht – mit atemberaubend langen Anstiegen auf den ersten drei Kilometern. Denise Herrmann aus Oberwiesenthal, am Ende 43., befand im Ziel, das sei überhaupt erst nach drei Kilometern eine normale Strecke wie im Weltcup gewesen: »Davor war es brutal!«

Genau dort hatte sich Kowalczyk angeschickt, den Norwegern die Björgen-Feiertage zu vermiesen: Nach 2,2 Kilometern hatte sie bereits 9,6 Sekunden Vorsprung vor Björgen, zwischenzeitlich etwa 15 Sekunden, und nach 7 Kilometern waren es immer noch 8,3 Sekunden. Doch auf dem flacheren Ende hatte Björgen das bessere Finish und ließ ihre Landsleute jubeln. »Ich hab's probiert«, meinte Kowalczyk später, »aber am Schluss war ich einfach nicht gut genug.«

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