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Eine unerklärlich hohe Selbstmordrate in den Belegschaften, die die Elektronikprodukte von Apple herstellen, beschäftigte mehrfach die Öffentlichkeit. Im fernen Asien, wo die edlen Geräte gefertigt, verschraubt und gelötet werden, stürzten sich immer wieder Arbeiter in den Tod. Und der Verdacht wollte nicht verstummen: Werden unsere perfekten iPods, iPads und iPhones etwa unter nicht perfekten Arbeitsbedingungen hergestellt? Diese Frage ließ der Apple-Konzern nun von Emissären beim Zulieferer Foxconn klären. Und die Reise bestätigte den Verdacht: Keiner hält sich an die Grenzen der Sechzig-Stunden-Woche, die Apples humanistischer »Verhaltenskodex« erlaubt. Und auch Kinder werden als Arbeitssklaven geknechtet. Da musste gehandelt werden. Nun werden laut Apple bei Foxconn »definitiv Menschenleben gerettet«. Wurden die knapp kalkulierten Löhne erhöht? Nein: Foxconn schenkte seinen Angestellten und potenziellen Todes-Springern – Auffangnetze. mei

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