Rohstoff-Fahnder im Einsatz

Freiberger Experten halten eine Bergbau-Renaissance im Erzgebirge für möglich

  • Von Jörg Schurig, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Wissen von Andreas Barth ist Gold wert: Der Geochemiker arbeitet als Chef eines Ingenieurbüros, das im Auftrag von Regierungen und Firmen nach Rohstoffen fahndet. Ohne Intuition geht es nicht, sagt der Sachse.

Freiberg. Wenn Profi-Schatzsucher Andreas Barth wandern geht, steckt immer ein Erzhammer im Rucksack. »Ich schaue nach jedem Stein. Das ist Hobby und Beruf zugleich«, sagt der Geochemiker, der manchmal sogar eine Pfanne für die Goldwäsche dabei hat. Weil die Rohstoffpreise explodieren, glaubt Barth an eine Bergbau-Renaissance in Deutschland: Manche Lagerstätten, die bislang als unrentabel gelten, würden wieder lukrativ. Bis es aber soweit ist, ziehen der 54-Jährige und seine Kollegen als Rohstoff-Fahnder um die Welt: Auftraggeber und potenzielle Kunden sitzen in Namibia, Ghana, Uganda, Südafrika, Algerien und in der Mongolei – die Liste ist lang.

Die Rohstoff-Fahndungs-Firma Beak Consultants GmbH entstand 1993 als sächsisch-kanadisches Joint Venture. Inzwischen gehört die Firma den 35 Beschäftigten und gründet selbst Joint Ventures, zum Beispiel in Namibia. Zu dem Team gehören Mathematiker, Geologen, Informatiker, Kartographen, V...


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