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In dieser Woche sollte Angela Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert – der Mann der Kanzlerin, der dreimal die Woche sagen muss, über welchen Parteifreund sie zumindest vorübergehend einen Rettungsschirm spannt, wen sie mag oder wer ihr ziemlich stinkt – Auskunft darüber erteilen, ob die Gerüchte stimmen, dass es im Kanzleramt häufig müffelt. Vage gab der einstige TV-Journalist zu Protokoll, schon »mal irgendwas gehört« zu haben. Das Bundespresseamt korrigierte ihn umgehend: Im Kanzleramt gebe es keine Geruchsbelästigung. Das war, so zeigte sich gestern, erstunken und erlogen. Merkel hatte schon seit Tagen mit dem selbsterzeugten Mief eines zum Himmel stinkenden Plagiats ihres und des Volkes Lieblingsministers zu kämpfen. Gestern hat sie nun ihrer Nase vertraut und zu kurzem Stoßlüften angesetzt. Wohl hoffend, die empörte Wissenschaftlerschaft im Einzelnen und der Wähler im Allgemeinen riechen den Braten nicht. Ziemlich anrüchig. oer

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