Moderat knallhart

Der neue Innenminister polarisiert gleich zu Anfang – ganz anders als erwartet

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der neue Innenminister Hans-Peter Friedich gilt als ausgleichender Mann. Bei seinem Start tat er jedoch das Gegenteil und setzte bei Vorratsdaten und dem sensiblen Thema Islam auf Konfrontation.

Gerade erst war der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich ein paar Stunden im Amt, da tat er schon das Gegenteil von dem, was man bei ihm erwartet hätte: Er polarisierte. So watschte der CSU-Mann als erstes den Bundespräsidenten Christian Wulff ab, der schon vor Monaten erklärt hatte, der Islam gehöre zu Deutschland. Dies lasse sich »aus der Historie nirgends belegen«. Überhaupt war der Nachfolger von Thomas de Maizière in den letzten Tagen weit weniger »moderat« als sein Ruf. In der Plagiatsaffäre hatte er »seinen Freund« Guttenberg eher schrill gegen »linke Kampagneure« verteidigt. Nun zettelte er gleich zu Anfang eine neue Islam-Debatte an.

Schon als CSU-Landesgruppenchef hatte Friedrich die Sätze von Wulff mit dem Verweis auf eine »christlich-jüdische Leitkultur« zurückgewiesen. Dass er diesen Anspruch nun wiederholt, sehen Oppositionsparteien und muslimische Verbände als unschönen Einstieg für einen Minister an, der für Integrat...


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