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»Kein-Stuttgart21-Tag« in ganz Baden-Württemberg: Wahlkampf und Proteste gegen das umstrittene Bahnhofsprojekt

  • Von Barbara Martin, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in ganz Baden-Württemberg gegen Stuttgart 21 protestiert. Zum »Kein-Stuttgart21-Tag« hatten eine Facebook-Gruppe und das Aktionsbündnis aufgerufen. In allen 70 Wahlkreisen wurde an mehr als 100 Infoständen über das Milliardenprojekt informiert.

Der Spitzenkandidat der Grünen, Winfried Kretschmann, sprach von einem »starken Signal gegen das Milliardengrab Stuttgart 21«. Inspiriert zu der Aktion hatte die Macher der »No-Berlusconi-Day«, der voriges Jahr in Italien begangen wurde. Da die ursprüngliche Idee von einer Facebook-Gruppe kam, wurde auch außerhalb des Ländles, in Hamburg und Berlin, demonstriert. Das freute die Initiatoren, doch am wichtigsten war, »drei Wochen vor der Landtagswahl noch mal Gas zu eben«, so Andreas Bühler. Er gehört zu den Gründern der Facebook-Gruppe und arbeitet ansonsten im Abgeordnetenbüro der EU-Parlamentarierin Heide Rühle (Grüne).

»Der Tag war ein großer Erfolg«, sagt Bühler. »Mehr als 100 Infostände ohne bestehende Strukturen!« Die Rückmeldung laute: »Das Thema polarisiert und bewegt die Menschen überall nach wie vor.« In und um Stuttgart hätten die Menschen eine festgelegte Meinung, doch je weiter weg man von der Landeshauptstadt sei, desto me...


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