»Wir waren zu wenige«

Chemnitz: Polizei setzt Aufmarsch von Neonazis mit Härte durch

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rund 450 Rechtsextreme marschierten am Sonnabend durch die Chemnitzer Innenstadt. Die Polizei räumte den NPD-Anhängern ihren Weg zum Teil mit überzogener Härte frei.

Bereits mehrere Tage vor dem angekündigten Marsch der NPD durch das sächsische Chemnitz hatte der zuständige Polizeipräsident Uwe Reißmann deutlich zu erkennen gegeben, dass er das Trennungsgebot zwischen Naziaufmarsch und den geplanten Gegendemonstrationen durchsetzen werde. Noch bevor überhaupt ein Neonazi seinen Fuß auf den Platz am Hauptbahnhof, wo der NPD-Aufmarsch beginnen sollte, setzen konnte, war allen Beteiligten klar, dass diese Ankündigung ernst genommen werden musste.

So wurde ein Großteil der angekündigten Kundgebungen des »Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz« erst am Vorabend des 5. März genehmigt, und das an ganz anderen Orten als zuvor geplant. Für besonders großen Ärger sorgte ein von der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge herausgegebener Flyer, welcher die Bevölkerung über die Strafbarkeit von Blockaden aufklären sollte. Als »skandalös« bezeichnet die Landtagsabgeordnete Frey Maria Klinger (LINKE) den Versu...

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