Diener mit Defiziten

Thomas de Maizière hat einen schweren Start im Verteidigungsministerium

  • Von Peter Richter
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Mit vielen Vorschusslorbeeren wird der neue Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bedacht. Die Bilanz seines bisherigen politischen Wirkens ist jedoch allenfalls durchwachsen.

Wieder ist ein Adliger ins Verteidigungsministerium am Berliner Bendlerblock eingezogen, freilich kein fränkischer, sondern ein hugenottischer. Und denen werden seit ihrer erzwungenen Übersiedlung in die preußischen Lande Bildungsbeflissenheit, Kultur und gute Sitten nachgesagt, vor allem aber absolute Loyalität gegenüber staatlichen Autoritäten. Thomas de Maizières Familie kam im 17. Jahrhundert aus dem lothringischen Metz nach Brandenburg; einige ihrer Glieder haben sich seither hierzulande einen Namen gemacht. Der Vater war sechs Jahre lang Generalinspekteur der Bundeswehr, der Cousin Ministerpräsident der untergehenden DDR.

Ausgleichen, wenn andere streiten

Das gilt inzwischen auch für den 1954 in Bonn geborenen neuen Verteidigungsminister und Oberkommandierenden der Bundeswehr selbst. Thomas de Maizières politische Karriere begann in den 80er Jahren in Richard von Weizsäckers, vor allem aber Eberhard Diepgens Westberliner Senatska...


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